Who am I? – Finde den Weg zu dir selbst

Heute möchte ich gerne über ein Thema sprechen, was mir schon lange auf dem Herzen liegt. Und zwar geht es darum, wirklich die Person zu sein, die man sein möchte – mit seiner ganz persönlichen Note, Ecken, Kanten, Einstellung, Meinung, Aussehen und was sonst noch dazu gehört. Doch warum ist das eigentlich so schwer und wie kann man diesem Ziel näher kommen?

Ein Mangel an Selbstliebe und seine Auswirkungen

Vor allem in der Schulzeit ist mir immer wieder aufgefallen, wie gemein Mädchen bzw. Frauen zueinander sein können. Wie oft wurde über einander hergezogen oder die andere ausgelacht oder sogar ausgegrenzt, anstatt sich zusammenzuraufen und sich dabei zu unterstützen, die eigenen Stärken weiter auszubauen. Ständiges Vergleichen und Schauen, was man besser kann als die Anderen haben auch mir das Leben in der Schule oft ziemlich schwer gemacht. Im Endeffekt habe ich selbst gemerkt, dass ich eigentlich gar nicht schaue, was ich besser kann, sondern mir immer nur auffällt, worin ich „schlechter“ bin als Andere. Anstatt an mir selbst zu wachsen, und zu sehen, welche Fortschritte ich Tag für Tag mache, haben mich in dieser Zeit ständige Selbstzweifel, Angst mich zu zeigen und fehlendes Selbstwertgefühl begleitet. Ständig schaute ich zu anderen hinauf und staunte, wie selbstbewusst sie auftraten – so scheinbar ganz ohne Ängste, Scheu oder Probleme. Doch mit der Zeit wurde mir bewusst, dass auch diese Mädchen nur eine Maske trugen, dass sie genauso verglichen oder hinter dem Rücken über andere herzogen. Und da kam in mir dir Frage auf, warum wir Frauen es uns so schwer machen… 

Warum lassen wir uns in einen Teufelskreis aus Neid, Missgunst und Konkurrenzdenken ziehen, wenn doch tief in uns drin, nur Harmonie, Empathie und Liebe wallen? Warum fällt es uns so schwer, unsere Stärken wertzuschätzen, aber auch unsere vermeintlichen Schwächen zu akzeptieren, ohne uns dabei wertlos zu fühlen und in ein tiefes Loch voller Selbsthass und Selbstzweifel zu fallen? Warum kommt in Müttern so oft das Gefühl auf, eine schlechte Mutter zu sein, überfordert zu sein und einfach nicht zu wissen, wo einem der Kopf steht? 

Ist nicht der Ursprung all dieser Themen fehlende SELBSTLIEBE? Ein so großer Mangel an Akzeptanz des eigenen Wesens, dass man lieber im Außen Probleme sucht und vergleicht, anstatt einfach bei sich zu bleiben und sich selbst zu würdigen?

Me-Time: Sich mehr Zeit für sich selbst nehmen

Zwischen all den Selbstzweifeln und Gedankenkonstrukten, die man sich selbst durch solche Themen aufbaut, ist man ja auch noch von Job, Geld verdienen und Kindererziehung eingenommen. Dadurch nimmt man sich gar keine Zeit, einmal in sich hineinzuhören und sich dem inneren Trubel, unbewussten Verletzungen aus vergangenen Beziehungen oder Kindheitstraumata zu stellen.

Dabei ist es so wichtig, sich auch mal eine Auszeit zu nehmen. Einfach mal allein Zeit verbringen, die Seele baumeln lassen, sich auf sich konzentrieren, durchatmen und den Kopf frei bekommen. Das bedeutet nicht gleich, dass man eine schlechte Mama/ Ehefrau oder ein schlechter Papa/ Ehemann ist, weil man etwas allein ohne seinen Partner oder seine Familie unternimmt – nein, natürlich nicht! – denn aus der Zeit, die man allein verbringt – selbst, wenn es nur 20 Minuten sind – kommt man gestärkt daraus hervor und kann wieder mehr Energie in die Beziehung zum Partner und/ oder den Kindern geben.

Ich selbst habe in meinen Jugendjahren für mich den Weg des Yogas entdeckt und seitdem nicht mehr davon lassen können. Nicht nur am Morgen, sondern auch zwischendurch, wenn ich merke, dass mir gerade alles über den Kopf zu wachsen scheint, rolle ich die Matte aus und widme mich ganz mir selbst, auch wenn es nur 10 Minuten sind! 

Doch Viele fragen sich sicherlich, was es denn überhaupt mit Yoga auf sich hat.

Yoga – Was ist das eigentlich?

Das traditionelle, indische YOGA unterscheidet sich grundsätzlich von der modernen Form und zählt neben den körperlichen Übungen (Asanas) bspw. sowohl die Atemlehre (Pranayama) als auch die Lehre der Meditation und weitere Praktiken, die zum Einswerden mit dem Bewusstsein beitragen, dazu.

Der rein spirituelle Weg mit dem Ziel der Erleuchtung durch Meditation wurde hier im Westen etwas an das moderne Leben angepasst und die körperlichen Übungen (Asanas), die einen positiven Einfluss auf den gesamten Organismus haben, in den Fokus gerückt. Diese Form des Yogas ist das sogenannte HATHA-YOGA. welches sich um das 13. Jahrhundert etablierte. 

Dabei geht es um Yoga-Positionen, die den Körper reinigen und stärken und sich positiv auf die Struktur des Körpers (Geist, Nerven, Organe) auswirken. So wird bspw. die Wirbelsäule flexibel gehalten, die Muskeln gedehnt und das Blut mit mehr Sauerstoff angereichert.

Durch das bewusste Ausüben der Asanas wird geistige Ausgeglichenheit hergestellt, die zur Entspannung und zum Stressabbau beiträgt.

Nach all den Jahren möchte ich nun die Asanas gar nicht mehr missen. Schon am Morgen gehört es für mich einfach dazu, mir wenigstens 20 Minuten Zeit zu nehmen, meine Gliedmaßen zu dehnen, Körper und Geist aufzuwecken und die Ruhe in mir selbst zu finden. Das vergessen wir viel zu oft – doch für Hund, Katze und Co. ist das nicht umsonst ein morgendliches Ritual, von dem wir auf jeden Fall lernen sollten!

Die Wichtigkeit des Atmens

Die Ausübung der Asanas bereitet Körper und Geist auf die Atem-Lehre vor, das Pranayama. Dazu zählen verschiedene Atemtechniken, bei denen man nicht nur oberflächlich atmet (Schlüsselbeinatmung), sondern auch bewusst in die Abdomen oder den Brustkorb atmet, also die Yogi-Atmung trainiert. 

Über diese bewussten Atemübungen wird das Nervensystem mit dem Geist und den Organen harmonisiert, wodurch die allgemeine Gesundheit und das Körperbefinden gestärkt werden – diese Erklärung steckt auch schon im Namen: Prana=Lebensenergie, Ayama=Kontrolle / also die „Kontrolle der Lebensenergie“. 

So hilft Pranayama nicht nur bei Atemwegserkrankungen, Verdauungsstörungen oder Schlaflosigkeit, sondern auch bei psychologischen Erkrankungen oder Konzentrationsproblemen.

In der Stille liegt die Antwort

Schon allein durch 5 Minuten Pranayama vor der Meditation oder einfach in Stresssituationen, wird die Atmung reguliert und dadurch der Herzschlag und unser Wohlbefinden. 

Doch Meditation muss nicht nur in der Stille während des Sitzens stattfinden. Sie kann überall und in jeder möglichen Situation geschehen – Meditation kann zur Ruhe in uns selbst werden, in die wir durch Asanas und Pranayama besser eindringen können. 

Dann wird unser Körper von vollkommener Akzeptanz, Selbstliebe und Ruhe durchflutet. Wir geben unserem Körper die Erlaubnis, seine Nerven zu entspannen, Probleme gehen und Gedanken ziehen zulassen – sodass wir Raum für Neues geben, für Unerwartetes. Raum für Intuition. Raum für Gefühle. Raum für uns.

Genau hier möchten Sandhya und ich in unserem Frauen-Retreat im November auf Teneriffa anknüpfen. Wir möchten den Weg mit dir gemeinsam gehen, dir zeigen, wie all das und noch viel mehr im Alltag untergebracht werden kann. Wir möchten einen geschützten Raum für Austausch bieten, und für Heilung. Zusammen lachen, zusammen weinen, wachsen, schlemmen, (Acro-)Yoga machen, tanzen, meditieren, Weiblichkeits-Workshops und so vieles mehr.

Lasst uns einfach uns sein und in unsere frauliche Kraft, unsere innere Stärke zurückfinden! Lasst uns LEBEN!

Wenn Du interessiert bist und Dich einfach mal 10 Tage nur Dir selbst widmen möchtest, dann halte Dir schon mal den 04.11. bis 13.11.2019 frei. Wir freuen uns auf Dich!

Weitere Informationen findest Du in unserem Info-Flyer >

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